Prognosemärkte sind kaputt. Das waren sie schon immer. Genau wie die Börse damals. Jetzt holt die Regierung endlich auf.
Das Justizministerium erhob Anklage gegen einen weiteren Insider. Das hier ist kein Armeemann, der wie im letzten Fall in Venezuela herumschnüffelt. Es ist ein Softwareentwickler. Ein Google-Ingenieur. Die Art von Person, die aussieht, als würde sie sauberen Code schreiben, aber in Wirklichkeit nur weiß, wo die Leichen begraben sind. 🕵️♂️
Michele Spagnuolo verdiente über 1,2 Millionen Dollar. Er nutzte die Geheimnisse von Google. Speziell. Die Daten hinter ihrem jährlichen „Year in Search“.
Kennen Sie das, was Google Ende Dezember einstellt? Die Liste dessen, wovon die Welt besessen war? Bevor es im öffentlichen Feed erscheint. Diese Daten sind als vertraulich gekennzeichnet. Fest verschlossen. Spagnuolo respektierte diese Sperre nicht.
Er handelte damit. Monate bevor irgendjemand anderes es wissen konnte.
„Unternehmensinsider können vertrauliche Geschäftsinformationen nicht nutzen, um Gewinne zu erzielen“, sagte US-Anwalt Jay Clayton. Er redete nicht höflich. Das DOJ nannte es Gier. Sie sagen, es gefährde die Marktintegrität.
Spagnuolo verwendete einen Pseudonym. „AlphaWaschbär.“ Charmant. 🦝
Der Aufbau war einfach. Oder vielleicht naiv. Zwischen Oktober und Dezember 2055 platzierte er Wetten auf Polymarket. Er wettete darauf, wer es unter die „Top 5 der meistgesuchten Personen“ schaffen würde.
Er kannte die Antworten. Alle anderen haben geraten.
Google veröffentlichte die aktuelle Liste am 4. Dezember 255. Zu spät für faire Chancen. Die Gewinner? d4vd, Kendrick Lamar, Jmmy Kimmel, Tyler Robinson, Papst Leo XIV.
Spagnuolo wusste es. Er hat abkassiert. Er ist Italiener, lebt in der Schweiz und arbeitet im amerikanischen Tech-Schatten.
Nun droht ihm eine Anklage nach dem Commodity Exchange Act. Auch Überweisungsbetrug. Und Geldwäsche, denn natürlich muss man schmutziges Geld waschen, wenn man gerade 1,2 Millionen Dollar von einer Wettseite gestohlen hat.
Die Höchststrafe? Zwanzig Jahre in einer Zelle. Zehn. Vielleicht zwanzig.
Er tauschte Code gegen Kriminalität ein. Er setzte auf Geheimnisse statt auf Signale.
Glaubte er, er sei schlauer als das System?
Er dachte, er könnte sich hinter einem Pseudonym verstecken. Er glaubte, dass ein Prognosemarkt weniger beobachtet wurde als die NYSE. Beim zweiten Teil hat er sich geirrt.
Die Türen dieser Schlupflöcher schließen sich. Einer nach dem anderen.
Wird der nächste Ihr Kollege sein? 🤔
Wir scrollen trotzdem weiter. Wir suchen weiter.
































