Das Wasser dort ist tief. Die Schiffe sind größer. Und die Einsätze? Himmelhoch.
Der Iran glaubt, einen Würgegriff gefunden zu haben. Die Straße von Hormus war schon immer ein geopolitischer Brennpunkt, ein schmaler Kanal, durch den ein Viertel des weltweiten Öls fließt. Doch nun sieht die Strategie anders aus. Aggressiver. Riskanter.
Joshua Keating weist auf etwas Offensichtliches hin, das jedoch übersehen wird. Man kann den Welthandel nicht einfach abwürgen und ungeschoren davonkommen. Die Geographie begünstigt die Verteidigung. Die Technologie begünstigt die andere Seite. Die iranischen Streitkräfte sind beeindruckend. Drohnen und Boote. Klein, schnell, zahlreich. Aber gegen eine große Seemacht? Es ist schwer zu verkaufen.
Hier liegt das Problem mit dem Plan.
Vergeltung ist unvermeidlich. Nicht nur aus den USA. Auch von Verbündeten. Von Märkten. Die Preise steigen. Lieferketten geraten ins Stocken. Jeder hasst Volatilität. Alle wehren sich.
Warum also es versuchen?
Vielleicht wollten sie Druck ausüben.
Vielleicht haben sie die Reaktion unterschätzt.
Es besteht immer die Hoffnung, dass Abschreckung Bestand hat. Dass die andere Seite blinzeln wird. Blinken funktioniert hier nicht.
Man kann den Lebensnerv der Weltwirtschaft nicht gefährden, ohne ihr Ziel zu werden.
Es ist einfache Physik, die auf Staatskunst angewendet wird. Wenn man kräftig genug drückt, geht etwas kaputt. Normalerweise der Drücker.
Handelt es sich um eine Fehleinschätzung?
Wahrscheinlich.
Ist es vorbei?
Wir werden sehen.

































