Keir Starmer gibt Vollgas.
Der britische Premierminister betrat am vergangenen Montag die Bühne der London Tech Week. Er blickte direkt auf die Technologiegiganten. Seine Botschaft war einfach. Verhindern Sie, dass Kinder Nacktbilder aufnehmen, senden oder empfangen. Mach es schnell.
Oder aber.
„Ich fordere Technologieunternehmen auf, Gerätekontrollen einzuführen“, sagte Starmer. „Wenn sie sich dagegen entscheiden, werden wir handeln.“
Das ist die Bedrohung, die in der Luft liegt.
Die Regierung hat eine Frist gesetzt. Drei Monate. In diesem Zeitfenster müssen Apple und Google die Technologie entwickeln. Nicht nur eine App. Kein Filter, der umgangen wird, wenn Sie Ihre Einstellungen anpassen. Steuerelemente auf Geräteebene. Harte Stopps an der Hardware. Sowohl neue Telefone als auch diejenigen, die sich bereits in der Tasche befinden, benötigen dieses Upgrade.
Google reagierte mit reibungsloser PR.
„Wir arbeiten konstruktiv mit britischen Partnern zusammen … um wirksame, die Privatsphäre schützende Lösungen zu finden.“
Ein Standardtanz. Ein Sicherheitsversprechen, verpackt in Fachjargon über Privatsphäre. Apple inzwischen? Funkstille. Kein unmittelbarer Kommentar. Typisch.
Warum die Dringlichkeit? Weil Teenager im Internet nackt sind und ihre Eltern keine Ahnung haben.
Es ist illegal. Es ist gefährlich. Erpressung wartet an der Ecke. Dicht dahinter folgt Mobbing. Sexuelle Belästigung. Ausbeutung. Das Vereinigte Königreich setzt darauf, dass Technologie dieses Problem lösen kann, wo die Gesellschaft es nicht geschafft hat. Sie wollen die Fotos an der Quelle verbieten.
Graeme Biggar, der die britische National Crime Agency leitet, glaubt, dass dadurch der Missbrauch gestoppt wird, bevor das erste Foto gemacht wird.
„Sobald diese Bilder existieren“, stellt er fest, „können sie zur Erpressung genutzt werden … Kinder daran zu hindern, [sie] mitzunehmen … ist ein wichtiger Schritt vorwärts.“
Logisch vielleicht. Aber die Bürgerrechtler sind nervös.
Silkie Carlo von Big Brother Watch hasst diesen Ansatz. Sie nennt es empörend.
„Bevölkerungsweite Ausweiskontrollen“, warnt sie. Um Ihr Telefon zu benutzen. Zur Nutzung Ihres Laptops. Sie sieht einen Überwachungsstaat, der sich als Kinderschutz tarnt.
Und es kommt noch mehr.
Starmer erwägt ein Verbot sozialer Medien für Personen unter 16 Jahren. Schauen Sie sich Australien an. Sie haben es dort gemacht. Jetzt befürchtet Großbritannien die Idee.
Wie sieht eine Zukunft ohne digitale Privatsphäre überhaupt aus?
Wir werden es erst in drei Monaten erfahren. Vielleicht länger.

































