додому Internet & IT Wie Google Docs tatsächlich hinter den Kulissen funktioniert

Wie Google Docs tatsächlich hinter den Kulissen funktioniert

Google führt kein „Open Book“ durch. Sie halten ihre interne Architektur streng unter Verschluss. Sie werden keine öffentliche Blaupause für die Engine finden, die Google Docs antreibt. Aber wir fliegen nicht im Blindflug. Wir können uns die anderen Projekte von Google und ihre bekannten technischen Gewohnheiten ansehen, um zurückzuentwickeln, wie dieses Ding wahrscheinlich funktioniert.

Beginnen wir mit dem, was bestätigt wurde. Die schwere Arbeit auf der Serverseite – die Backend-Logik, die Ihre Anfragen verarbeitet – ist in Java geschrieben. Das ist keine Überraschung. Java ist eine objektorientierte Sprache, die ursprünglich von Sun Microsystems stammt. Google verwendet es seit Jahren als Grundbaustein. Es ist robust. Es ist skalierbar. Es entspricht ihren Bedürfnissen.

Auf der anderen Seite des Bildschirms erledigt Ihr Browser den Rest. Dies ist die Client-Seite. Es basiert auf JavaScript, um die Reaktionsfähigkeit der Benutzeroberfläche aufrechtzuerhalten. Verwechseln Sie Java und JavaScript nicht. Sie haben einen gemeinsamen Namen, sind aber unterschiedliche Technologien. Java erstellt eigenständige Anwendungen. JavaScript verbessert das Weberlebnis im Browser. Es läuft nicht außerhalb dieses Fensters.

Über diese beiden Fakten hinaus sind die Einzelheiten das Geheimnis von Google. Aber wir können fundierte Vermutungen anstellen, basierend darauf, wie sie zuvor mit ähnlichen Problemen umgegangen sind. Schauen Sie sich insbesondere das Google File System an. Es gibt uns eine Roadmap.

Günstige Hardware, großer Maßstab

Google kauft seit langem billige Hardware von der Stange. Normalerweise kaufen sie nicht die leistungsstärksten Einzelserver. Sie kaufen Tausende von bescheidenen Exemplaren. Die Server, auf denen Google Docs läuft, sind wahrscheinlich „Arbeitstiere“. Nichts Besonderes.

Warum? Denn Redundanz ist günstiger als Premium-Hardware. Wenn ein einzelner teurer Server ausfällt, steht das Geschäft still. Wenn ein billiger Server ausfällt, startet Google einen anderen. Dieser Ansatz schafft ein skalierbares System. Sie können die Kapazität problemlos hinzufügen. Sie müssen nicht die gesamte Infrastruktur aktualisieren, wenn der Datenverkehr ansteigt.

Wo befinden sich Ihre Dateien?

Das Setup sieht wahrscheinlich ungefähr so ​​aus. Sie verfügen über Anwendungsserver, auf denen die eigentliche Google Docs-Software ausgeführt wird. Dann haben Sie Datenbankserver, die Ihre Daten speichern. Es gibt wahrscheinlich einen Kontrollserver oder einen Verwaltungsserver, der als Gatekeeper fungiert und den Datenverkehr und Updates verwaltet.

Da billige Hardware kaputt geht, geht Google von einem Ausfall aus. Ständig. Sie nutzen Redundanz. Ihr Dokument wird nicht an einem Ort gespeichert. Es wird auf mehrere Datenbankserver kopiert. Wenn ein Knoten dunkel wird, ruft Google Docs die Informationen von einem anderen ab. Die Server kommunizieren mit einem zentralen Kontrollpunkt, um alles synchron zu halten.

Die physische Realität

Wie viele Maschinen sind beteiligt? Die genaue Zahl kennen wir nicht. Aber wir wissen, dass sie riesige Rechenzentren nutzen. Ein Rechenzentrum ist einfach ein Gebäude voller Computerausrüstung. Die Server stehen in Metallregalen, sogenannten Racks. Eine große Anlage könnte Tausende dieser Server beherbergen.

Es ist ein riesiges, verteiltes Puzzle. Google Docs ist nicht nur eine Webseite. Es handelt sich um ein komplexes Ökosystem, das auf Java, JavaScript und der Annahme basiert, dass irgendwann alles kaputt geht. Und das ist der Schlüssel. Das System ist so konzipiert, dass es diesen Bruch unbemerkt übersteht.

Wir werden uns eingehender mit der nächsten Entwicklung dieser Technologie befassen. Aber vorerst sollten Sie sich nur darüber im Klaren sein, dass Ihr „einfaches“ Dokument wahrscheinlich auf Dutzenden billiger, redundanter Server irgendwo in einem kalten, dunklen Raum ruht.

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