Die Europäische Kommission hat gegen Elon Musks Social-Media-Plattform X (ehemals Twitter) wegen Verstößen gegen EU-Vorschriften eine Geldbuße in Höhe von 120 Millionen Euro verhängt. Das Kernproblem? Das kostenpflichtige blaue Häkchensystem der Plattform, das von den Aufsichtsbehörden als „betrügerisch“ eingestuft wurde, da es Benutzern ermöglicht, eine Verifizierung ohne aussagekräftige Identitätsprüfungen zu erwerben. Dieses Design erschwert es Benutzern, authentische Konten von Betrügern zu unterscheiden, wodurch sie Betrug und Manipulation ausgesetzt sind.
Das Gesetz über digitale Dienste und die Verstöße von X
Das Bußgeld ergibt sich aus einer zweijährigen Untersuchung der Praktiken von X im Rahmen des Digital Services Act (DSA) der EU. Das DSA schreibt zwar keine Identitätsüberprüfung vor, verbietet jedoch strikt betrügerische Designentscheidungen. Die Aufsichtsbehörden stellten fest, dass das System von
Dies ist nicht der einzige Verstoß. Die Kommission verwies außerdem darauf, dass
Europa vs. Silicon Valley: Eine wachsende Kluft
Die Geldbuße verdeutlicht die eskalierenden Spannungen zwischen europäischen Regulierungsbehörden und großen Technologieunternehmen. Die EU ist zunehmend energischer geworden, wenn es darum geht, Plattformen für die Sicherheit und Transparenz der Nutzer zur Rechenschaft zu ziehen, was oft im Widerspruch zum Ansatz des Silicon Valley steht. Diese Spannungen werden durch die Kritik der US-Regierung noch verschärft, die unfaire Angriffe auf amerikanische Unternehmen vorwirft.
Elon Musk selbst spielte darauf an, indem er einen Beitrag erneut teilte, in dem er behauptete, Europa „besteuert Amerikaner“ für erfolgreiche US-Technologieunternehmen.
Implikationen und Reaktionen
TikTok konnte einer ähnlichen Strafe nur knapp entgehen, da es sich verpflichtet hatte, seine Werbetransparenz zu verbessern. Das Versäumnis von X, auf Bedenken einzugehen, hat jedoch zu erheblichen Strafen geführt.
Hanna Virkkunen, die Technologiechefin der EU, verteidigte das DSA und die Entscheidung, eine Geldstrafe gegen X zu verhängen, und erklärte, dass das Gesetz „das Vertrauen in die Online-Umgebung wiederherstellt“. Das Center for Countering Digital Hate, das X zuvor wegen der Durchführung von Recherchen auf der Plattform verklagt hatte, lobte das Urteil und betonte, dass Transparenz für X nicht optional sei, wenn das Unternehmen beabsichtigt, in Europa tätig zu werden.
„X hat versucht zu verbergen, wie es den Algorithmus manipuliert … Jetzt haben die europäischen Regulierungsbehörden bestätigt, dass dieses Verhalten rechtswidrig ist.“ – Imran Ahmed, CEO des Center for Countering Digital Hate
Letztlich signalisiert diese Entscheidung, dass es den europäischen Regulierungsbehörden mit der Durchsetzung des DSA ernst ist. Die Geldbuße zeigt, dass in der EU tätige Plattformen den Schutz und die Transparenz der Nutzer priorisieren müssen, andernfalls müssen sie mit erheblichen finanziellen Konsequenzen rechnen.

































