SpaceX setzt Goldman beim historischen Börsengang an die Spitze

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Es passiert.

SpaceX bewegt sich endlich in Richtung öffentlicher Märkte und Goldman Sachs soll Berichten zufolge das Steuer in der Hand haben. Oder zumindest mit der Karte auf dem Beifahrersitz sitzen. Quellen berichten CNBC, dass die Investmentbank die „Lead-Left-Position“ bei der vermutlich größten Börsennotierung in der Geschichte erreicht hat. Das ist Finanzsprache für „Primary Underwriter“, das Unternehmen, dessen Aufgabe es ist, Investoren zu gewinnen und den endgültigen Preis festzulegen.

Dahinter stehen die üblichen Schwergewichte: Morgan Stanley, Bank of America, Citi, JPMorgan. Eine Aufstellung, die die Wall Street schon beim bloßen Anblick nervös macht. Natürlich haben weder SpaceX noch Goldman bisher etwas bestätigt. Geheimhaltung ist Teil der Marke. Details zu Bewertung, Größe, Zeitpunkt? Immer noch verschwommen. Aber die Richtung ist klar.

„Die Position des Lead Left weist darauf hin, dass er in erster Linie für die Koordinierung des Angebots verantwortlich ist.“

Billionen auf dem Tisch

Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass das Debüt des Unternehmens in diesem Jahr bei über 1,2 Billionen US-Dollar liegt. Vielleicht mehr.

Rechnen Sie nach. Diese Zahl bricht jeden bisherigen Rekord. Damit gehört SpaceX direkt zu den zehn wertvollsten börsennotierten Unternehmen, möglicherweise vor Tesla. Elon Musks andere große Wette. Dieser Schritt würde auch für den Mann hinter beiden etwas beispielloses bewirken: ihn zum ersten bestätigten Billionär der Geschichte machen. Nicht projiziert. Tatsächlich. Zumindest auf dem Papier.

Auch Privatanleger könnten tatsächlich einen Teil davon bekommen. Unwahrscheinlich, aber es passiert trotzdem. Musk erwägt, bis zu 30 % gezielt für Einzelaktionäre bereitzustellen. Das ist ein absurd großer Brocken für einen Börsengang dieser Größenordnung. Normalerweise essen große Geldgeber das Fleisch. Dies würde einen breiteren Zugang erzwingen und es kleineren Konten ermöglichen, sich einzukaufen, anstatt alles den Institutionen zu überlassen. Analysten sind ein solches Maß an Einbeziehung von Mega-Caps nicht gewohnt.

KI und der Sternlink

Warum so wertvoll?

Starlink trägt das Gewicht. Wiederkehrende Einnahmen, globales Abonnentenwachstum, ein klares Modell, das funktioniert. Aber die technische Seite geht über Raketen hinaus. Im Februar schluckte SpaceX xAI im Rahmen eines All-Stock-Deals. Durch diesen Zusammenschluss stiegen die privaten Bewertungen auf insgesamt 1,25 Billionen US-Dollar, was die Bilanz erheblich mit künstlicher Intelligenz belastete. Plötzlich ist das Spielfeld nicht mehr nur Luft- und Raumfahrt. Es handelt sich um ein Full-Stack-KI-Infrastrukturspiel.

Dieser Start ist über Elons Bankkonto hinaus von Bedeutung. Zu lange war es an den Aktienmärkten ruhig. Hohe Zinsen haben die IPO-Aktivitäten in letzter Zeit stark beeinträchtigt. Die Technologiebewertungen schwankten. Die Anleger wurden nervös.

Cerebras Systems debütierte letzte Woche und erreichte eine Marktkapitalisierung von nahezu 95 Milliarden US-Dollar. Es hat ein Signal gesendet. Erwarten Sie mehr. Dieses Jahr könnte endlich die von Analysten versprochene Welle werden, angetrieben durch KI-lastige Debüts wie dieses.

Für Goldman ist der Gewinn dieses Mandats nicht nur ein weiterer Gehaltsscheck. Dies beweist die Dominanz bei Tech-Listings in einer Zeit, in der Banken härter als je zuvor um Aufmerksamkeit kämpfen. Sie wollten diesen Sieg.

Der Rest ist Spekulation, Lärm und Warten. Der Preis bleibt ungeklärt. Das Datum ist vage. Die schiere Größe lässt einen schwindlig werden, wenn man zu lange darüber nachdenkt.