Der Aufstieg des algorithmischen Einkaufens: Marken konkurrieren jetzt um die Gunst der KI

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Die Einzelhandelslandschaft unterliegt einem rasanten Wandel, da künstliche Intelligenz (KI) zunehmend bestimmt, wie Verbraucher Produkte entdecken und kaufen. Ein aktueller Bericht von Capgemini zeigt, dass 25 % der Verbraucher bereits generative KI-Shopping-Tools nutzen, weitere 31 % planen, sie in naher Zukunft einzuführen. Das ist nicht nur ein Trend; Es ist eine grundlegende Veränderung in der Art und Weise, wie Marken an Sichtbarkeit gewinnen.

Der Algorithmus als Gatekeeper

Der Kernwandel ist einfach: Erfolg hängt jetzt davon ab, dass er von Algorithmen ausgewählt wird und nicht nur von Verbrauchern gefunden wird. Dreen Yang von Capgemini erklärt, dass Marken ihre Auswahl und nicht nur die Suche optimieren müssen. Das bedeutet, sich an eine Welt anzupassen, in der KI-gestützte Chatbots, virtuelle Assistenten und Empfehlungsmaschinen bestimmen, welche Produkte gesehen und gekauft werden.

Die Mechanismen sind bereits in Bewegung: Durch die Integration von OpenAI mit Plattformen wie Etsy, Shopify und Walmart können ChatGPT-Benutzer direkte Einkäufe tätigen. Einige Unternehmen wie Amazon wehren sich jedoch und blockieren KI-Crawler, um die Kontrolle über ihr Werbeökosystem zu behalten. Dies verdeutlicht einen Machtkampf: Wer die KI kontrolliert, kontrolliert den Handel.

Verbrauchernachfrage und -anliegen

Verbraucher treiben diesen Wandel voran. 63 % wünschen sich hyperpersonalisierte Einkaufserlebnisse, die durch KI generiert werden, doch Vertrauen bleibt eine erhebliche Hürde. Ganze 71 % äußern Bedenken hinsichtlich der Verwendung ihrer Daten und eine große Mehrheit (66 %) schätzt immer noch die menschliche Unterstützung beim Kauf. Dies legt nahe, dass Marken ein Gleichgewicht finden und sowohl digitalen Komfort als auch leicht verfügbare menschliche Unterstützung bieten müssen.

Der aktuelle Stand der automatisierten Helplines stellt die Kunden nicht zufrieden: Nur 57 % fanden sie nützlich, was die Notwendigkeit eines effektiveren KI-gesteuerten Supports unterstreicht.

Anpassung an die Maschine

Um in diesem neuen Umfeld erfolgreich zu sein, müssen Einzelhändler maschinenlesbare, kontinuierlich aktualisierte Daten bereitstellen, angereichert mit detaillierten Produktattributen. KI-Tools bevorzugen Marken, die es leicht zu verstehen machen, für wen ein Produkt gedacht ist und warum es relevant ist. Auch Rezensionen und Bewertungen Dritter spielen eine entscheidende Rolle und beeinflussen die Art und Weise, wie große Sprachmodelle (LLMs) Waren beschreiben.

Allerdings hängt die Zukunft des Chatbot-Shoppings von der Anzeigendichte ab: Übermäßig aggressive Werbung könnte das Vertrauen der Verbraucher in KI-Empfehlungen untergraben. Transparenz ist ebenfalls wichtig. 67 % der Käufer möchten, dass KI-generierte Inhalte klar gekennzeichnet sind, und 63 % fordern Kontrolle über KI-Käufe (Ausgabenobergrenzen, Genehmigungsanfragen).

Der hybride Ansatz

Die erfolgreichsten Marken bieten flexible, KI-gestützte Erlebnisse, die sich sowohl an unabhängige Entdecker als auch an diejenigen richten, die eine Schritt-für-Schritt-Anleitung suchen. Neuartige Funktionen wie virtuelle „Anprobe“-Tools und KI-gestützte Stilberater gewinnen an Bedeutung.

Letztendlich erfordert der Übergang zum algorithmischen Einkaufen einen differenzierten Ansatz. Marken, die Transparenz, Kontrolle und Personalisierung priorisieren, werden in dieser KI-gesteuerten Zukunft am besten aufgestellt sein, um erfolgreich zu sein.

Die wichtigste Erkenntnis ist, dass sich Marken an den Algorithmus anpassen müssen, sonst riskieren sie, irrelevant zu werden. Die Ära des passiven Wartens darauf, dass Kunden Sie finden, ist vorbei; Jetzt müssen Sie sich für die KI, die ihre Entscheidungen prägt, erkennbar machen.