Der PlayStation Portal-Handheld von Sony entwickelt sich weiter. Ein neues Update beseitigt eine wichtige Einschränkung: Benutzer können jetzt PS5-Spiele über die Cloud streamen, ohne dass eine eingeschaltete Konsole erforderlich ist, solange sie über ein PlayStation Plus Premium-Abonnement verfügen. Diese Änderung verändert die Position des Geräts erheblich und wandelt es von einem bloßen Zubehör zu einer eigenständigeren Gaming-Plattform.
Streaming ohne Grenzen
Bisher unterstützte das Portal Cloud-Streaming nur für ausgewählte ältere Titel über PlayStation Plus und lokales Streaming von einer synchronisierten PS5. Das Update erweitert dies um eine größere Bibliothek eigener PS5-Spiele, auf die direkt über Cloud-Streaming zugegriffen werden kann. Das bedeutet, dass Spieler unterwegs auf ihre digitale PS5-Bibliothek zugreifen können, ohne dass ihre Heimkonsole aktiv sein muss. Die Benutzeroberfläche wird aktualisiert, um klar anzuzeigen, welche Titel gestreamt werden können.
Für den Zugriff auf diese Funktionalität ist jedoch ein PlayStation Plus Premium-Abonnement zum Preis von 18 $/Monat oder 160 $/Jahr erforderlich.
Vergleichsmöglichkeiten
Das Portal und die PS5 bleiben die einzigen Plattformen mit nativem PS5-Cloud-Streaming. Telefone und Tablets können über eine App von einer PS5 aus ferngesteuert spielen, aber das Portal bietet ein eher konsolenähnliches Erlebnis. Der einzigartige Vorteil des Portals liegt in seinen DualSense-Controller-Funktionen: adaptive Trigger und haptisches Feedback, die bei anderen mobilen Lösungen nicht verfügbar sind. Das Update bietet außerdem 3D-Audio-Unterstützung für ein verbessertes Eintauchen mit Kopfhörern.
Entscheidend ist, dass das Portal ein reines Streaming-Gerät bleibt. Heruntergeladene Spiele können nicht offline gespielt werden.
Die Zukunft der Sony-Handhelds?
Die Entwicklung des Portals wirft Fragen zur langfristigen Strategie von Sony für Handheld-Gaming auf. Das Unternehmen hat die PSP und PS Vita vor Jahren eingestellt und scheinbar den Standalone-Handheld-Markt aufgegeben. Aber die Flugbahn des Portals deutet auf eine mögliche Verschiebung hin.
Laut Takuro Fushimi, Sonys PlayStation-Seniormanager, ist das Portal als „Ergänzungsgerät“ zur PS5 gedacht. Allerdings ist das Gerät bereits Sonys erste Wahl für das Streamen von PS5-Spielen und übertrifft in der Nutzung Telefone und Tablets.
Auf die Frage nach einem möglichen eigenständigen Nachfolger der PSP oder Vita antwortete Fushimi, dass Sony weiterhin Handhelds durch Streaming und Remote Play erkundet. Dies deutet darauf hin, dass sich das Unternehmen zwar derzeit nicht in der Entwicklung eines vollwertigen neuen Handhelds befindet, das Unternehmen jedoch offen für die Erweiterung seines Handheld-Angebots über cloudbasierte Lösungen ist.
Die Entwicklung des PlayStation-Portals unterstreicht einen wachsenden Trend im Gaming: die verschwimmenden Grenzen zwischen Konsolen und tragbaren Geräten. Obwohl es sich noch nicht um ein eigenständiges System handelt, bringt dieses Update den Handheld von Sony der Unabhängigkeit näher und deutet auf eine mögliche Zukunft hin, in der PlayStation-Spiele nicht an eine Heimkonsole gebunden sind.
































