Der Wearable-Tech-Markt entwickelt sich rasant und der neueste Trend sind intelligente Ringe. Pebble, bekannt für seinen früheren Smartwatch-Erfolg, bietet jetzt den Index 01 an – einen Sprachaufzeichnungsring zum Preis von unter 100 US-Dollar. Was zeichnet es aus? Es muss nicht aufgeladen werden, da der Akku nicht austauschbar ist.
Eingebaute Obsoleszenz
Der Index 01 ist auf eine Lebensdauer von zwei Jahren ausgelegt. Sobald die Batterie leer ist, werden Benutzer aufgefordert, den Ring zum Recycling zurückzugeben und einen neuen zu kaufen. Dieses Modell spiegelt einen Abonnementdienst wider, bei dem die Hardware verbraucht und nicht gewartet wird. Das Design ist bewusst schlicht: Ein einziger Silikonknopf löst Sprachaufnahmen aus und speichert bis zu 5 Minuten Audio, bevor es zur Transkription mit einer Begleit-App synchronisiert wird.
Hackbare Einfachheit
Migicovsky betont, dass der Index 01 vollständig hackbar ist, sodass Benutzer die Schaltfläche mithilfe von Open-Source-Tools für benutzerdefinierte Funktionen umfunktionieren können. Dem Gerät fehlen unnötige Funktionen wie Lichter oder Vibrationen, es verlässt sich ausschließlich auf transkribierte Benachrichtigungen über ein verbundenes Smartphone oder eine Pebble-Uhr. Der Ring ist wasserbeständig, jedoch nicht zum Schwimmen geeignet.
Warum ein anderes Wearable?
Bleibt die Frage: Braucht die Welt ein weiteres Speicheraufzeichnungsgerät? Während der Index 01 einen einzigartigen, kostengünstigen Einstiegspunkt bietet, wirft sein Wegwerfcharakter Fragen zur Nachhaltigkeit und zum langfristigen Wert auf. Viele Nutzer verwalten Sprachnotizen bereits effizient über bestehende Smartphone-Funktionen, wie zum Beispiel die Notes-App von Apple.
Details zur Vorbestellung
Der Pebble Index 01 kann für 75 US-Dollar vorbestellt werden (später steigt er auf 99 US-Dollar) und wird voraussichtlich im März ausgeliefert. Der Akku reicht für 12 bis 14 Stunden Audioaufnahme, danach ist das Gerät veraltet.
Der Index 01 stellt einen provokanten Schritt im Wearable-Design dar und zwingt Verbraucher dazu, sich mit den Kompromissen zwischen Bequemlichkeit, Kosten und Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen. Es ist eine mutige Aussage über die Zukunft der Einwegtechnologie.
































