Google Chrome soll noch stärker in Benutzerdaten integriert werden und seine Funktionen zum automatischen Ausfüllen um Kundenkartennummern, Reisedetails und Arbeitsadressen erweitern. Die Änderungen, die am Freitag auf Desktop-, Android- und iOS-Geräten eingeführt werden, beziehen Informationen direkt aus dem Google-Konto eines Benutzers – einschließlich verknüpfter Google Wallet-Daten.
Wie es funktioniert
Bisher beschränkte sich Chrome auf grundlegende Daten wie Privatadressen und Telefonnummern. Chrome bietet jetzt proaktiv die Eingabe sensiblerer Daten beim Besuch neuer Websites an. Wenn Sie beispielsweise eine Vielfliegernummer in Google Wallet gespeichert haben, schlägt der Browser diese auf den Buchungsseiten der Fluggesellschaft vor. Ebenso werden Kundenkarten von Geschäften und anderen Unternehmen automatisch angeboten.
Um den gestiegenen Daten gerecht zu werden, verdoppelt Google außerdem die Größe des Vorschlagsfelds für das automatische Ausfüllen von einer auf zwei Zeilen, um die Auswahl des richtigen Eintrags zu erleichtern, wenn ähnliche Optionen vorhanden sind.
Sicherheitsüberlegungen
Google behauptet, dass einzelne Websites nicht auf diese gespeicherten Informationen zugreifen können, bis ein Nutzer den Vorschlag zum automatischen Ausfüllen akzeptiert. Benutzer behalten die Kontrolle über ihre Daten über die Chrome-Einstellungen (zugänglich unter „chrome://settings/?search=autofill“).
Warum das wichtig ist
Dieser Schritt festigt die Kontrolle von Google über Benutzerdaten innerhalb des Chrome-Ökosystems weiter. Die Erweiterung ist zwar praktisch, wirft jedoch Fragen zum Datenschutz und zum Ausmaß der automatischen Weitergabe personenbezogener Daten an Websites Dritter auf. Der Schritt fördert auch eine stärkere Abhängigkeit von Google-Diensten, wodurch es für Nutzer schwieriger wird, den Browser zu wechseln oder die Datenerfassungspraktiken von Google zu umgehen.
Der Komfort des automatischen Ausfüllens ist unbestreitbar, Benutzer sollten sich jedoch des erhöhten Datenaustauschs bewusst sein, der mit diesen Änderungen einhergeht. Das Verstehen und Verwalten der Autofill-Einstellungen von Chrome ist wichtiger denn je.
