Das Internet sollte kostenlos sein. Das war das Versprechen. Ein dezentrales Web, in dem keine einzelne Autorität die Schlüssel besitzt. In der Theorie hört es sich gut an. Es entspricht nicht der Realität.
Wenn man sich anschaut, wo heute Informationen fließen und wohin sich Geld bewegt, ändert sich das Bild. Eine Handvoll Unternehmen haben die Kontrolle übernommen. Amazon, Meta und Google sind nicht nur Teilnehmer. Sie sind die Infrastruktur. Sie stellen eine beispiellose Konzentration der Macht über das digitale Leben dar.
Die Leute vergessen das oft. Wir betrachten das Internet als einen öffentlichen Platz. Es ist eher wie ein privates Einkaufszentrum. Man kann herumlaufen, aber die Türen gehören ihnen. Sie kontrollieren die Miete. Sie entscheiden, wer sichtbar wird. Dabei geht es nicht nur um große Konzerne. Es handelt sich um eine kleine Gruppe von Organisationen, die Bedingungen für Milliarden von Benutzern diktieren.
Dann ist da noch die andere Seite der Medaille. Die Gatekeeper sind nicht nur Unternehmen. Sie sind auch staatlich. In vielen Ländern sind bestimmte Teile des Internets gesperrt. Zensur ist kein Fehler. Dies ist ein Merkmal der Art und Weise, wie das Internet in einigen Regionen verwaltet wird. Sie denken, Sie hätten die Freiheit, auf alles zuzugreifen. Das bist du nicht.
Welches Wesen hat also den größten Einfluss? Sind es die Ad-Tech-Giganten oder die staatlichen Akteure? Die Linien verschwimmen. Das dezentrale Ideal schwindet. Die zentralisierte Realität ist da.